Aktuell
01.07.2011 - Mitgliederversammlung 2011
Die nächste Mitgliederversammlung der AWBR wird am 01. Juli 2011 auf Einladung der Stadtwerke Karlsruhe GmbH in Karlsruhe stattfinden.
Weitere Informationen zur Veranstaltung werden rechtzeitig bekannt gegeben.
18.06.2010 - Brisante Fragen in Dornbirn - 42. Mitgliederversammlung am 18. Juni in Vorarlberg
Die nächste Mitgliederversammlung der AWBR am 18. Juni in Dornbirn verspricht wiederum eine Reihe aktueller und brisanter Themen aus der europäischen Wasserwirtschaft. Zudem lockt mit dem geschichtsträchtigen Vorarlberger Zentrum eine Stadt, deren Erleben jenseits des Tagungsprogrammes allein schon eine Reise wert ist. Der Vorabend (17. Juni) soll wiederum dazu dienen, die fachlichen und persönlichen Kontakte innerhalb der AWBR-Familie zu festigen und zu erneuern.

Mit Dornbirn als Gastgeber (die Stadt wurde bereits bei der letzten Mitgliederinformation im März vorgestellt), schließt sich der internationale Bogen der AWBR erneut: Zuletzt waren (in dieser Reihenfolge), die Schweiz (Basel), Deutschland (Friedrichshafen), Frankreich (Châtenois) Ausrichter der AWBR-Mitgliederversammlung.

Aus den Regularien der Tagesordnung sticht ein Referat über die Seenforschung an Alpenrhein, Bodensee und Zürichsee heraus und wird sicherlich auf viel Interesse stoßen. An aktuellen Themen wird es um die gewaltigen Hochwasserprojekte am Alpenrhein gehen, die spürbare Auswirklungen auf die Wasserversorgung haben werden. Zudem beschäftigen die AWBR weiterhin die schwer zu vermittelnden Trends bei den Spurenstoffen im Wasser und es geht um Grundsatzfragen, die an das Selbstverständnis der Wasserwirtschaft rühren, insbesondere beim vorausschauenden Gewässerschutz an Rhein und Bodensee: Mit dem jüngsten Urteil des Bundesgerichtshofes zu den Wasserpreisen in Deutschland wird die bisherige Vorsorgepolitik ernsthaft in Frage gestellt. Ob sich die Politik darüber im Klaren ist, was sie derzeit im Begriff ist auszulösen, das wird eine der zentralen Fragen sein, mit der sich die AWBR in Dornbirn befassen wird.

Für die Partner der Tagungsteilnehmer wird wiederum ein interessantes Rahmenprogramm angeboten. Und zum Ausklang der Tagung kann sich – wer will –im Rolls-Royce-Museum kurzfristig als „König der Landstraße“ fühlen.

Die Pressemitteilungen zur AWBR-Mitgliederversammlung finden Sie ab dem19.06.2010 unter dem Menüpunkt 'Presse'.
28.04.2010 - Leitsätze der IAWR veröffentlicht
Im PR-Ausschuss der IAWR wurden zehn Thesen zum Selbstverständnis der IAWR und für deren Auftreten in der Öffentlichkeit erarbeitet. Mittlerweile wurden diese als Leitsätze vom Vorstand der IAWR verabschiedet und bilden nunmehr die Grundlage auch für die Öffentlichkeitsarbeit der drei Basisverbänder AWBR, ARW und RIWA im gesamten Rheineinzugsgebiet.
Vorrangig geht es den Arbeitsgemeinschaften der Wasserwerke am Rhein darum, den Anspruch auf ein zur Trinkwassergewinnung mit natürlichen Verfahren geeignetes Rohwasser sowie dessen nachhaltigen Schutz und das Vorsorge- und Verursacherprinzip darzulegen.
Die zehn Leitsätze können Sie hier oder im Bereich Memoranden unter dem Menüpunkt Publikationen einsehen.
15.03.2010 - Newsletter 2010 erschienen
Der jährliche AWBR-Newsletter ist Mitte März erschienen und den Mitgliedern zugesandt worden. Er informiert über aktuelle Themen in der AWBR und gibt einen Rückblick auf die letzten Veranstaltungen. In der neuen Ausgabe ist u. a. über Folgendes zu lesen:
• Prof. Kühn im Gehen - Führungswechsel am TZW
• Gönner gefordert - Nachfrage zum "Wasserpfennig"
• Bodensee kooperiert - Internationales Kooperationsnetzwerk Bodensee gegründet
• Fahrt vor „Goldküste“ - AWBR-Schifffahrt auf dem Zürichsee
• Freunde in Luzern - Jahrestreffen des AWBR-Freundeskreises
Den aktuellen Newsletter der AWBR können Sie hier einsehen.
30.10.2009 - Schiffahrt auf dem Zürichsee
AWBR diskutiert mit Pressevertretern
Wie gefährdet ist unser Grundwasser?


Wie „rein“ ist unser Trinkwasser? Wie wirken sich ein zunehmender Medikamentenkonsum sowie neue Pestizide auf die Wasserqualität aus? Solche Fragen beschäftigen Johann-Martin Rogg, Wasserexperte bei badenova und Präsident der Arbeitsgemeinschaft Wasserwerke Bodensee-Rhein (AWBR), und seine AWBR-Kollegen.

Mit Wasserfachleuten aus dem Dreiländereck und Pressevertretern diskutierte der AWBR am Freitag, 30. Oktober viele Themen rund um das wichtigste Lebensmittel. Der Ort für die Veranstaltung war passend gewählt: der Zürichsee, die „Brunnenstube Europas“, wie Andreas Türler, Stadtrat und Vorsteher des Departements der Industriellen Betriebe der Stadt Zürich, ausführte. Bezüglich der Wasserversorgung ist Zürich vorbildlich: Die Stadt hat über die Jahre hinweg große Summen in Modernisierung und Instandhaltung ihrer Wasserwerke und Anlagen investiert. Ihre Bewohner können sich 2010 über kräftig sinkende Wasserpreise freuen. Der Grund: die Mehrzahl der Anlagen ist abgeschrieben.

Welche Ziele verfolgt der AWBR? – Die Arbeitsgemeinschaft untersucht unzählige Maßnahmen des öffentlichen Lebens auf ihre Wasserrelevanz hin und stellt hierzu auch eigene Forschungen an. Wie wirken sich neue Pestizide oder Biozide auf das Wasser aus? Welche möglichen Gefahren gehen von einem elsässischen Projekt aus, Gas in Salzstöcken zu lagern? Wie reagiert man angemessen auf die Zunahme von Spurenstoffen in Gewässern? - Johann-Martin Rogg (AWBR-Präsident) legte dar, wie breit die Problemstellungen sind, mit den sich die Arbeitsgemeinschaft befasst. Bei badenova verantwortet Rogg das Geschäftsfeld Wasser und bringt auf Ebene des AWBR bzw. des IAWR seine weitreichenden Erfahrung ein.
Fragen rund um den zunehmenden „Wildwuchs“ von Wärmepumpen interessierten die Pressevertreter besonders. „Der Schutz des Trinkwassers muss Vorrang haben, auch ist es notwendig, dass ausschließlich zertifizierte Fachbetriebe die Baumaßnahmen umsetzen“, so Johann-Martin Rogg.

Wasserversorgung in Zürich & „Wie rein ist unser Trinkwasser“
Erich Mück (AWBR-Vizepräsident) erläuterte die Strategien der Stadt Zürich, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Der Klimawandel stelle nicht nur die Stadt, sondern die gesamte Branche vor neue Herausforderungen: „Höhere Seetemperaturen sorgen für ein schnelles Algenwachstum – die Aufbereitung wird anspruchsvoller und teuerer werden“, so Mücks Prognose. Mit Rogg war er sich einig, dass die Trinkwasserversorgung nicht zum „Reparaturbetrieb“ werden darf – Prävention sei wichtig, alle Partner müssten an einem Strang ziehen. „Wie rein ist unser Trinkwasser?“ – Damit beschäftigte sich Prof. Wolfgang Kühn vom Technologiezentrum Wasser Karlsruhe. Er zeigte, dass sich Medikamente wie Aspirin oder Tamiflu im Trinkwasser anreichern können, dass aber größte Mengen davon getrunken werden müssten, um für die Menschen gefährlich zu sein. „Wasser als Prüfkriterium bei der Ausweisung eines Atomendlagers“, darüber referierte Kurt Rüegg, Präsident des Schweizerischen Vereins des Gas- und Wasserfaches. Was die Entscheidung über mögliche atomare Endlager angeht, ist das Verfahren in der Schweiz wesentlich transparenter und basisdemokratisch angelegt, so erfuhren die mehrheitlich deutschen Journalisten. Johann-Martin Rogg, AWBR-Präsident: „In vielen Bereichen können wir von der Schweiz lernen“.
06.10.2009 - "Internationales Kooperationsnetzwerk Bodensee" ins Leben gerufen
AWBR wichtiger Partner

Beim diesjährigen Kolloquium „Bodensee-Forschung 2009“ haben am 6.Oktober 2009 im Kloster Hegne Vertreter der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke Bodensee-Rhein (AWBR), der Internationalen Gewässerschutzkommission für den Bodensee (IGKB), der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW ) und der Universitäten Stuttgart und Konstanz das neue "Internationale Kooperationsnetzwerk Bodensee (IKNB)" ins Leben gerufen. Es soll der Stärkung der interdisziplinären Forschung und des integrierten, vorsorgenden Gewässerschutzes dienen.

Unterzeichner sind (auf dem Gruppenbild von links nach rechts): Margareta Barth (Präsidentin der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg), Ministerialrat Hans Neifer (Umweltministerium Baden-Württemberg), Johann-Martin Rogg (Präsident der Arbeitsgemeinschaft Wasserwerke Bodensee-Rhein), Prof. Dr. Wolfgang Osten (Prorektor für Forschung und Technologie der Universität Stuttgart) und Prof. Dr. Ulrich Rüdiger (Rektor der Universität Konstanz).

Der Präsident der AWBR Johann-Martin Rogg betonte in seinem Grußwort die Interessen der Wasserversorger in diesem Projekt. Er hob das Selbstverständnis der Mitgliedswerke als Wasserschützer hervor. Nur die Reinhaltung der Gewässer und ihr Schutz vor Einträgen sichert der Bevölkerung langfristig eine zuverlässige Versorgung mit dem Lebensmittel Nr. 1.

Die AWBR investiert ca. 200.000 Euro im Jahr in Untersuchungen der zur Trinkwasserversorgung genutzten Gewässer. Nimmt man die indirekten Beträge der Wasserversorgungsunternehmen dazu, ergeben sich mehrere Mio. Euro, welche die Unternehmen freiwillig für eine nachhaltige Sicherung der Wasserversorgung ausgeben. Eine Leistung, welche die Unternehmen aus der Verantwortung für den Bürger erbringen, die jedoch heute, bedingt durch die Wasserpreisdiskussion vs. Kartellverfahren durchaus in Frage gestellt ist.

Rogg stellte klar, dass die Wasserwerke sich nicht als Reparaturbetriebe sehen. Ziel der in der AWBR organisierten Wasserversorger ist es, mit möglichst naturnahen Aufbereitungsverfahren dieses lebensnotwendige Gut bereitstellen zu können. Dazu müssen bereits im Gewässerschutz die Voraussetzungen geschaffen werden. Die AWBR ist zudem der Auffassung, dass aufgrund der Nutzung des Bodensees als Trinkwasserspeicher für 5,5 Millionen Menschen dem vorsorgenden Gewässerschutz in dieser Hinsicht eine durchaus privilegierte Rolle zukommt.

Weitere Informationen zum Kolloquium und zum Online-Modell finden Sie unter www.bodenseeonline.de
01.09.2009 - Bundesverdienstkreuz am Bande für Prof. Dr. Dietrich Maier
Hohe Auszeichnung für den Ehrenpräsidenten der AWBR

Prof. Dr. Dietrich Maier wurde am 15. Juli 2009 in den Räumen der Stadtwerke Karlsruhe von Umweltministerin Tanja Gönner das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. In ihrer Laudatio würdigte sie ihn als einen Menschen, der sich in hohem Maße für das Gemeinwohl eingesetzt und durch sein ehrenamtliches Engagement Brücken geschlagen hat.

Dieter Maiers beruflicher Einsatz galt kontinuierlich dem vorsorgenden Gewässerschutz an Bodensee und Rhein und einer sicheren Trinkwasserversorgung für zukünftige Generationen. Er war unter anderem über 30 Jahre unermüdlich, mit großem Engagement und hohem Sachverstand in der AWBR tätig. Als „Brückenglied“ zwischen dem wissenschaftlichen Beirat und dem Präsidium, bzw. Vorstand wurden zahllose Themen maßgeblich von ihm mitgestaltet. Im Jahre 2002 wurde er zum Ehrenpräsidenten der AWBR ernannt.

Dieter Maier hat sich als ausgewiesener Fachmann für die Verbindung von Wissenschaft und praxisorientierter Forschung eingesetzt und Vorlesungen in den Bereichen Wasseranalytik und Trinkwasseraufbereitung gehalten. Viele wissenschaftliche Arbeiten wurden von ihm veröffentlicht und betreut und haben hohe Auszeichnungen erhalten.

Nach der verheerenden Tsunami-Katastrophe in Sri Lanka im Dezember 2004 hat Dieter Maier die Leitung einer Gruppe aus Ärzten, Ingenieuren und Technikern vor Ort übernommen, um wieder eine sichere Trinkwasserversorgung herzustellen und die Ausbreitung von Seuchen zu verhindern. Gemeinsam mit lokalen Helfern wurden Maßnahmen für eine saubere Trinkwasserversorgung eingeleitet. Mit Wasserfachleuten aus Sri Lanka und Deutschland gründete er die International Water Aid Organization (IWAO), um Institutionen und Personen, die beruflich im Wasserfach tätig sind, für Not- und Krisensituationen zu schulen. Dabei ist es auch gelungen, Hersteller von Wasseraufbereitungsgeräten und Wasserchemikalien einzubeziehen. Ein Trinkwassermobil wurde entwickelt, das speziell auf die Bedürfnisse bei Erste-Hilfe-Einsätzen in Katastrophengebieten abgestimmt ist, ebenso ein Notfall-Rucksack welcher alles enthält, was zu einer stromlosen Notfallwasserversorgung nötig ist und die Herstellung von rund 10.000 Litern Trinkwasser aus Schmutzwasser ermöglicht – genug, um hundert Menschen zehn Tage lang zu versorgen.

Dieter Maier ist ein begeisterter Förderer von Kunst und Kultur. Er nahm sich des Erhalts und der Restaurierung öffentlicher Brunnen an. Seine Initiative hat dazu geführt, dass sich heute zahlreiche "Brunnenpaten" um öffentliche Brunnen kümmern und ein Beispiel für Bürgersinn und Eigeninitiative geben. Die von ihm gegründete "Europäische Brunnengesellschaft" hat diese Aktionen gebündelt und trägt seine Idee nun hinaus in andere Städte und Länder.

Prof. Dr. Dietrich Maier wurde am 2. Februar 1944 in Heidelberg geboren und aufgewachsen in Karlsruhe. Nach dem Abitur 1963 hat er Chemie bei Professor Heinrich Sontheimer studiert. Nach Dissertation 1971 erfolgte 1981 die Habilitation und 1983 die Ernennung zum Honorarprofessor. 1972 bis 1987 Leiter des Betriebs- und Forschungslabors der Bodensee-Wasserversorgung. 1988 Tätigkeit als Leiter der Wasserwerke der Stadt Karlsruhe. Seit 2001 Leiter einer Forschungsgruppe im Heinrich-Sontheimer-Laboratorium im Wasserwerk Durlacher Wald der Stadtwerke Karlsruhe - Wasserforschung, Wassertechnologie und Notwasseraufbereitung. 2002 wurde er zum Ehrenpräsidenten der AWBR ernannt.
25.06.2009 - Das französische Gefühl in der AWBR
Die 41. Jahrestagung in Châtenois bringt viele Informationen und sorgt für Öffentlichkeit bei einem problematischen Projekt

Die AWBR in Frankreich: Nach vielen Jahren der Tagungen vornehmlich in Deutschland und der Schweiz wurde dies am 19. Juni 2009 im elsässischen Châtenois (bei Séléstat) wieder einmal möglich. Die SDEA (syndicat des eaux et de l’assainissement du Bas Rhin), Gründungsmitglied der AWBR vor 41 Jahren, empfing an die 100 Wasserfachleute aus dem internationalen Herzen Europas in der festlich geschmückten Halle in Châtenois. Die Sprachhürden gestalteten sich als denkbar gering. Es wurde schnell klar: Wenn man sich verstehen will, dann gelingt dies leicht – mit oder ohne Dolmetscher. Das gemeinsame Gefühl am Ende einer informations- und abwechslungsreichen 41. Jahrestagung: Es war gut und wichtig, mal wieder im schönen Elsass gewesen zu sein. Im kommenden Jahr gibt’s dann den Sprung in die ganz entgegen gesetzte Richtung: Dornbirn in Vorarlberg hat zur 42. Jahrestagung eingeladen. Termin: 18. Juni 2010.

Wer ins Elsass geht, der darf sich gastronomisch gut umsorgt wissen. Das war auch in Châtenois so, wo es am Abend bei Flammenkuchen und „tarte des pommes“ ganz authentisch regional zuging. Zuvor war aber schon intensive Arbeit angesetzt, als in einem Workshop SDEA-Präsident Jean-Daniel Zeter nicht nur sein Unternehmen und die Struktur der öffentlichen Wasserver- und -entsorgung im Department Bas Rhin vorstellte, sondern auch - assistiert von Direktor Joseph Hermal - die aktuelle Gründungsbewegung eines französisch-italienisch-spanisch-portugiesischen Wasserverbandes vorstellte, der sich vor allem für eine kommunale und öffentlichkeits-kontrollierte Wasserversorgung stark machen will. In der Diskussion wurde deutlich, dass AWBR in weiten Teilen dieselben Ziele verfolgt – mit einem deutlicheren Gewicht auf dem Thema Gewässerschutz und mit einer stärkeren fachlichen Ausrichtung. Jetzt muss in der AWBR diskutiert werden, wo die Bereiche der Zusammenarbeit liegen können. Zweifel wurden verschiedentlich geäußert, ob durch eine immer stärkere Differenzierung der Lobbyarbeit in verschiedene Verbände nicht Kraft verloren gehe. Das „Aktionbündnis Wasser“, ein loser Verbund verschiedener Verbände, versucht gerade das Gegenteil: Eine Konzentration der Kräfte - in Brüssel und anderswo.

Inhaltlich brachte die Tagung die Fülle der Fragen zu Tage, mit denen sich die AWBR befasst. Die Stichworte im Bericht von Präsident Johann-Martin Rogg: Die teilweise bereits öffentliche Debatte um Spurenstoffe im Wasser, die missglückte Operation der Europäischen Union bei der Einführung so genannter „Umweltqualitätsnormen“, die den Gewässerschutz teilweise sträflich vernachlässigen, oder – Beifall von der AWBR – die Einführung einer neuen Pestizid-Zulassungsverordung. Auf großes Interesse stießen in Frankreich naturgemäß die Informationen zu einem Gasspeicherprojekt der Gaz de France, das neue Salzbelastungen für den Rhein bringen wird und das vom Leiter der Arbeitsgruppe Oberrhein, Jean-Pierre Losser, seit geraumer Zeit intensiv verfolgt und kritisch begleitet wird (siehe Pressemitteilung).

Der Geschäftsführer des Technologiezentrum Wasser (TZW) in Karlsruhe, Prof. Wolfgang Kühn, stellte - engagiert wie gewohnt - die aktuelle Lage zur Rhein- und Bodensee-Qualität vor. Botschaft: Der Rhein hat sich von einer Kloake zu einem wieder relativ sauberen Gewässer entwickelt. Hierzu hat die AWBR in 40 Jahren Einfluss- und Facharbeit nicht unerheblich beigetragen. Aber: Es gibt neue Bedrohungen – insbesondere durch die Vielzahl der Stoffe, die durch immer genauere Messmethoden erkennbar werden – die neue Lösungen fordern. Die Arbeit geht der AWBR nicht aus.

Die Pressemitteilungen zur AWBR-Mitgliederversammlung finden Sie - in deutscher und französischer Sprache - unter dem Menüpunkt 'Presse'.
18.03.2009 - BodenseeOnline - Abschlussbericht
Für das gemeinsam von DFG und BMBF geförderte Verbund-Forschungsvorhaben BodenseeOnline liegt mittlerweile der Abschlussbericht vor. Dieser kann auf der Website des Projektes www.bodenseeonline.de oder auf der Website der AWBR unter Dokumente/Sonstiges eingesehen werden.
28.11.2008 - Auf dem Rheinschiff bei Breisach
Intensiver Meinungsaustausch zwischen Politikern, Journalisten und Wasserfachleuten
AWBR-Einladung an Multiplikatoren im Dreiländereck stieß auf gute Resonanz – Breites Medienecho

Es war eine Premiere für die AWBR - und sie wurde zum Erfolg: Rund 80 Multiplikatoren aus Politik, Publizistik und der Wasserwirtschaft gingen bei Breisach aufs Schiff, um während einer vierstündigen Fahrt auf dem Rhein bis ins französische Marckolsheim zahlreiche aktuelle Fragen der Wasserschutzpolitik zu diskutieren. Die AWBR mit Präsident Johann-Martin Rogg an der Spitze positionierte sich klar als Wasser- und Ressourcenschützer und konnte einige Entwicklungen – insbesondere auf der europäischen Ebene kritisch in den Fokus nehmen. Der Freiburger Regierungspräsident Julian Würtenberger, der die Schirmherrschaft dieser Veranstaltung übernommen hatte, sagte der Wasserwirtschaft seine Unterstützung bei allen Initiativen zu, die auf Nachhaltigkeit abzielen. Gleichwohl fordere der Interessenskonflikt verschiedener Nutzungen des Rheins auch immer wieder Kompromissfähigkeit – insbesondere bei Themen (wie meist bei der AWBR), die Länder übergreifend zu lösen seien.
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06.08.2008 - Zum Thema: Uran im Trinkwasser
Viele der deutschen Mitglieder in der AWBR werden von dem Thema Uran im Trinkwasser berührt sein. Da die Fachgremien bereits seit längerem über dieses Thema beraten, gibt es zahlreiche Stellungnahmen hierzu. Um Ihnen einen Überblick zu verschaffen, haben wir die wichtigsten Links für sie zusammengestellt.

Der Auslöser der aktuellen Diskussion ist eine Untersuchung der Organisation Foodwatch; dieser Bericht wurde von der ARD-Sendung "report" aufgegriffen und am 04.08.2008 ausgestrahlt.

Der DVGW hat bereits am 07.04.08 ein Rundschreiben herausgegeben (Link für Mitglieder)
Ebenso bietet der bdew über seinen mailservice(at)bdew.de für Mitglieder Informationen an.

Beim DVGW-Technologiezentrum Wasser (TZW) in Karlsruhe finden Sie ebenfalls eine Stellungnahme zur aktuellen Diskussion von Uran in Trinkwässern.

Weitere Auskünfte gibt auch die Geschäftsstelle der AWBR in Freiburg.
01.08.2008 - AWBR befürchtet Aufweichung im Grundwasserschutz
Durch den zunehmenden Einsatz von Wärmepumpen im Grundwasser ensteht eine neue Gefährdung für das Trinkwasser. Insbesondere durch leck schlagende Sonden können Flüssigkeiten aus den Wärmetauschern ins Grundwasser gelangen. Die AWBR will deshalb Einschränkungen für den Einsatz von Wärmepumpen in den Trinkwasserschutzzonen. Durch einen aktuellen Leitfaden des baden-württembergischen Umweltministeriums sieht die AWBR diesen Schutz jedoch verletzt und befürchtet einen „Freifahrschein“ für Anlagen, die das Grundwasser gefährden können. AWBR-Präsident Johann-Martin Rogg hat deshalb in einem Schreiben an die Umweltministerin Tanja Gönner um Abhilfe und Korrektur gebeten.

Den Wortlaut des Schreibens können Sie hier einsehen.