Aktuell
19.11.2014 - IWRM-Konferenz 2014 in Karlsruhe
Die 3. IWRM-Konferenz findet am 19. - 20. November 2014 im Kongresszentrum Karlsruhe statt. Die Veranstaltung wurde 2012 von mehr als 450 Teilnehmern aus 30 Ländern besucht.

Die IWRM-Konferenz soll eine deutliche Ausrichtung auf Fragestellungen zu folgenden Themen aufweisen:
- Wasserinfrastrukturen – national und transnational
- Gewässermanagement – Zukunftsaufgaben
- Wasser als Produkt – technische, wirtschaftliche und soziale
Aspekte

Praktische Erfahrungen aus bereits durchgeführten oder laufenden Projekten sind sehr willkommen. Die Mitglieder der AWBR sind eingeladen, sich mit der Einreichung eines Fachbeitrags aktiv an der Gestaltung der Konferenz zu beteiligen. Weitere Informationen zum Ablauf, sowie den Scope des Call for Papers finden Sie auf www.iwrm-karlsruhe.com.
27.06.2014 - Mitgliederversammlung in Lindau
Am 26. und 27. Juni 2014 lädt die AWBR zu ihrer alljährlichen Mitgliederversammlung nach Lindau ein. Gastgeber sind die Stadtwerke Lindau unter ihrem Geschäftsführer Klaus Steiner, der die Vizepräsidentschaft der AWBR inne hat.
Mitglieder der AWBR finden alle Informationen zur Mitgliederversammlung im internen Bereich der Website.
20.03.2014 - AWBR-Kolloquium 2014
Das AWBR-Fachkolloquium findet am 20. März 2014 am TZW in Karlsruhe statt. Angeboten werden Beiträge zuaktuellen Grundwasserthemen, die jeweils im Anschluss diskutiert werden können. Das Programm können nach dessen Erscheinen Sie hier einsehen.
Das Kolloquium richtet sich ausschließlich an Menschen aus dem Wasserfach; eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich.
19.12.2013 - Rhesi: Auswirkung des Ausbaus des Rheinkanals auf den Bodensee
2011 startete die Internationale Rheinregulierung (IRR) das Projekt „Rhesi“ mit dem Ziel, die Abflusskapazität im Rhein von derzeit 3.100 m³/s auf 4.300 m³/s zu erhöhen. Die AWBR forderte damals weitergehende Untersuchungen über die zu erwartenden Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung im Rheintal und am Bodensee.
AWBR-Vizepräsident Klaus Steiner (SW Lindau) hat hierzu einen Sachstandsbericht verfasst.
Weitere Informationen finden Sie unter www.rheinregulierung.org.
19.12.2013 - Gründung der AG Aare – Hochrhein – Alpenrhein
Der Vorstand der AWBR hat in der letzten Sitzung am 25.10.2013 in Luzern der Gründung einer Arbeitsgruppe Aare-Hochrhein-Alpenrhein zugestimmt. Auf Anregung von AWBR-Präsident Kurt Rüegg soll die Arbeitsgruppe sich um Grund- und Quellwasserthemen, besonders in den im Namen der AG genannten Bereichen kümmern. Die AWBR verspricht sich damit eine höhere Präsenz in diesen Gebieten, da die dort ansässigen Mitgliedsunternehmen bisher kein Sprachrohr bei den Gremien der AWBR haben. Die AWBR hofft auf eine rege Beteiligung der Unternehmen an Aare, Hochrhein und Alpenrhein. Wer Interesse an einer Mitarbeit in dieser Gruppe hat kann sich bei der Geschäftsstelle melden.
31.10.2013 - Atomendlager Schweiz: Oberflächenanlagen in Gewässerschutzgebieten
Atomendlager Schweiz: Oberflächenanlagen in Gewässerschutzgebieten
Die AWBR hat sich am 31. Oktober 2013 in einem Schreiben an die schweizerische Bundesrätin für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation, Doris Leuthard gewandt. Anlass war ein Bericht der NAGRA, worin Standorte für Oberflächenanlagen für Tiefenlager über Grundwasserschutzgebieten grundsätzlich geeignet und bewilligungsfähig seien. Die AWBR lehnt solche Anlagen aus Sicherheitsgründen ab, sie sind nicht vereinbar mit den Forderungen der AWBR nach sicherem und nachhaltigem Schutz unserer wichtigsten Ressource, dem Wasser.
- Anfrage an Bundesrätin Frau Leuthard vom 29.10.2013
- Antwort Bundesrätinf Frau Leuthard vom 28.11.2013
28.10.2013 - Europäisches Fließgewässermemorandum
Rückblick auf die 15. Rheinministerkonferenz am 28.10.2013 in Basel
„Vorsorge und Anpassung: künftige Herausforderungen an nachhaltiges Gewässermanagement im Rheineinzugsgebiet“ lautete das Thema der 15. Rheinministerkonferenz in Basel. Die IAWR nutze den Anlass, die Position der Trinkwasserversorgung zu Gehör zu bringen und stellte ihr „Europäisches Fließgewässermemorandum“ vor. „Der Verbraucher lehnt jegliche Art von Verunreinigung in seinem Trinkwasser ab und erwartet einwandfreies und reines Trinkwasser. Dieses wollen die Wasserwerke mit naturnahen Aufbereitungsverfahren bereitstellen, dazu brauchen sie saubere Gewässer“ so Martien den Blanken, Präsident der IAWR. Die Trinkwasserversorger sehen ihre Belange in der europäischen Wasserrahmenrichtlinie nicht ausreichend berücksichtigt.
Im aktuellen Europäischen Fließgewässermemorandum haben die Arbeitsgemeinschaften der Wasserwerke an Rhein, Maas, Donau, Elbe und Ruhr ihre Forderungen und Qualitätsziele für Gewässer formuliert, die zur Trinkwasserversorgung genutzt werden. Es richtet sich an Politiker und Entscheidungsträger bei Behörden, an die Industrie und Landwirtschaft, und an alle, die Einfluss ausüben können bei der Reduzierung der Einträge von Verunreinigungen in die Gewässer.
21.06.2013 - AWBR-Mitgliederversammlung in Freiburg
Auf Einladung der badenova lädt die AWBR zur 45. Mitgliederversammlung nach Freiburg im Breisgau ein.
Der Oberbürgermeister der Stadt Freiburg, Dr. Dieter Salomon wird die Gäste begrüßen. Seitens der badenova AG Co. KG wird der Vorstandssprecher Dr. Thorsten Radensleben Grußworte an die Versammlung richten. Der Festvortrag unter den Titel „Ein Turm ohne Dach, in jeder Straß‘ ein Bach“ des Leiters des Museums für Stadtgeschichte Peter Kalchthaler wird die Stadtgeschichte den Anwesenden näher bringen. Selbstverständlich wird der Präsident Dr. Kurt Rüegg den Mitgliedern Bericht erstatten und Prof. Dr. Heinz-Jürgen Brauch über fachliche Aspekte der Arbeit der AWBR informieren. Daneben stehen die allgemeinen Aufgaben der Mitgliederversammlung auf der Tagesordnung.
Bereits am Vorabend treffen sich die Vertreter der Mitgliedswerke in der „Alten Wache“ zum Erfahrungsaustausch und gemütlichen Beisammensein. Zum Abschluss wird eine Führung durch die Freiburger Münsterbauhütte angeboten.
Die AWBR, allen voran der Präsident mit seinem Team, freuen sich auf eine rege Teilnahme und eine lebendige Veranstaltung.
Ein Bericht zur Mitgliederversammlung wird später an dieser Stelle eingestellt.
18.04.2013 - Klimawandel am Bodensee (KLIMBO)
Der Bodensee als Trinkwasserspeicher bleibt von den Auswirkungen des Klimawandels nicht verschont, da natürliche Prozesse im See durch veränderte klimatische Bedingungen beeinflusst werden. Um bestehende Nutzungen wie die Trinkwassergewinnung weiterhin gewährleisten zu können, ist es wichtig, die Auswirkungen des Klimawandels zu kennen und verstehen.

Mit dem Forschungsprojekt KLIMBO sollen wesentliche Prozesse identifiziert und mit Hilfe des hydrodynamischen Seemodells „Bodensee Online“ nachvollzogen werden. In Frage kommen dabei:
• Saisonale Schichtungsverhältnisse
• Tiefenwassererneuerung
• Zeitliche und räumliche Verteilung von Spurenstoffen (Langzeitverhalten)
• Remobilisierung von Stoffen aus dem Sediment
• Entwicklung und Auswirkungen von Trübstoffströmen bei Extremereignissen
• Wechselwirkungen Flachwasserzone - Freiwasser

Ziel des Projekts ist die Ableitung vorsorgender Maßnahmen für den Schutz des Bodensees als Trinkwasserspeicher. Das Projekt hat in dieser Hinsicht Modellcharakter.

KLIMBO bietet die Chance, damit verbundene Fragestellungen gemeinsam mit EAWAG und KUP unter der Koordination des Instituts für Seenforschung (ISF, Langenargen) zu bearbeiten. Für die AWBR sind die Bodensee-Wasserversorgung (BWV) und das Technologiezentrum Wasser (TZW) am Projekt beteiligt. Gefördert wird KLIMBO im Rahmen von Interreg IV.

Auf den Seiten der IGKB existiert ein Projektbereich, der über diesen Link erreicht werden kann.
10.12.2012 - AWBR vor Führungswechsel - Auf Rogg (Deutschland) folgt Rüegg (Schweiz)
Der AWBR steht zum neuen Jahr ein Wechsel in der Führung bevor.

Nach zwei Amtszeiten von jeweils drei Jahren als Präsident der AWBR, die zuletzt gar noch um ein Jahr auf nunmehr sieben Jahre insgesamt verlängert worden waren, gibt Johann-Martin Rogg (badenova Freiburg) die Führung der AWBR in neue Hände. Bei der Mitgliederversammlung 2012 in Arbon haben die Mitglieder zustimmend für Dr. Kurt Rüegg, Geschäftsführer der Energie- und Wasserwerke Luzern (ewl) entschieden. Mit Kurt Rüegg tritt ein erfahrener und seit Jahren stark für die AWBR engagierter Wasser- und Energiefachmann an die Spitze der AWBR. Der Präsidentenwechsel tritt zum Jahreswechsel in Kraft.

Mit Rogg scheidet auch der bisherige Vizepräsident Dr. Erich Mück (Wasserversorgung Zürich) aus dem Amt. Ihn ersetzt künftig Klaus Steiner (Stadtwerken Lindau). Damit liegt künftig die Präsidentschaft der AWBR wieder in Schweizer Hand, nach über vier Amtsperioden unter deutscher Leitung. (Prof. Dr. Hans Mehlhorn, Johann-Martin Rogg).

Die Schweiz stellt mit 30 Mitgliedsunterunternehmen nahezu ebenso viele wie Deutschland (32). Die restlichen Mitglieder unterteilen sich auf Österreich, Frankreich und Liechtenstein. Dass die Leitung der AWBR wieder einmal an die Schweiz geht, war dem scheidenden Präsidenten Rogg wichtig: „Wir müssen unsere Internationalität auch an der Spitze unserer Arbeitsgemeinschaft darstellen und dürfen nicht zu deutschlastig werden“. Kurt Rüegg ist ein exzellenter Kenner der Netzwerke in der Schweiz, zumal er über viele Jahre auch im Vorstand des SVGW (Schweizerischer Verein des Gas- und Wasserfaches) engagiert ist.

Die Geschäftsstelle der AWBR wird zunächst in Freiburg weiter bestehen. Geschäftsführer bleibt Klaus Rhode von der badenova, die weiterhin administrative Unterstützung für den Geschäftsablauf der AWBR leisten wird. Die notwendige Abstimmung soll durch regelmäßige Arbeitstreffen und Videokonferenzen gewährleistet werden.
22.11.2012 - IKNB-Kolloquium 2012: "Wird sauberes Wasser knapp?"
Beim jährlichen Kolloquium des Internationalen Kooperationsnetzwerks Bodensee (IKNB) im November 2012 wurden Zwischenberichte aus verschiedenen Forschungdisziplinen vorgestellt. Zur Einführung referierte Prof. Hans Mehlhorn über die zukünftigen Herausforderungen der Wasserversorgung. Das Programm sowie den Vortrag mit Präsentation von Prof. Mehlhorn können sie hier einsehen:
- Programm
- Vortrag Prof. Mehlhorn
- Präsentation Prof. Mehlhorn

02.11.2012 - Regionalkonferenzen werben für neue Strukturen der AWBR
Rheinverbände brauchen einen hauptamtlichen Geschäftsführer

Die AWBR, wie auch die Schwesterverbände ARW (Mittelrhein) und RIWA (Niederlande) sowie der Dachverband IAWR stehen vor strukturellen Veränderungen. Es bleibt dabei: Die Rheinverbände bilden weiterhin ein sachbezogenes Netzwerk, das die Interessen für eine gute Oberflächen- und Grundwasserqualität als Voraussetzung für gutes Trinkwasser unmittelbar mit Fachwissen und in direktem Kontakt zu Behörden durchzusetzen versucht. Das geht in Zukunft nicht ohne strukturelle Veränderungen und einer Professionalisierung.

Das oft ehrenamtliche Engagement bedarf in Zeiten von immer stärkerer Arbeitsverdichtung in den Betrieben einer zunehmend professionellen Begleitung durch die Verbandsarbeit. In der Vergangenheit konnten die Rheinverbände , unterstützt durch ein außergewöhnliches Engagement der Rheinenergie in Köln, einen hauptamtlichen Geschäftsführer bei der IAWR beschäftigen, der nur zu geringen Teilen durch Mitgliederumlagen finanziert werden musste. Diese Sondersituation war so nie nachhaltig. Gleichzeitig ist allen Verantwortlichen klar, dass ohne ein Minimum an professioneller Verbandsführung die Handlungs- und Kommunikationsfähigkeit der Trinkwasserverbände entlang des Rheines ziemlich eingeschränkt sein würde. Deshalb fiel die Grundsatzentscheidung für einen neuen hauptamtlichen IAWR-Geschäftsführer, der künftig allein aus den Mitgliederumlagen zu bezahlen sein wird. Er soll stärker als in der Vergangenheit die unmittelbare Basisarbeit in der AWBR begleiten und strukturieren. Gleichzeitig soll die Verbandsarbeit gestrafft und noch effizienter gemacht werden. Allerdings wird mit dieser Neuordnung der Strukturen ein höherer Finanzierungsbeitrag der Mitgliedsunternehmen nötig werden. Diese Umstrukturierung der AWBR und der IAWR, die in der letzten Mitgliederversammlung bereits auf Zustimmung stieß, soll den Mitgliedsunternehmen bei mehreren Regionalkonferenzen näher erläutert werden. Die Mitglieder sollen ein überzeugendes Bild darüber erlangen können, für welche Ziele ihre Mitgliedsbeiträge eingesetzt werden.
29.09.2012 - AWBR hegt Bedenken gegenüber Hochwasserplänen
Gefahren für Bodensee-Wasserqualität werden vorerst ignoriert

Bruno Fussenegger, Wasserverband Rheintal, Dornbirn und seit Jahren im AWBR-Vorstand engagiert, hatte frühzeitig den warnenden Finger gehoben: Österreich und die Schweiz planen zweistaatlich im Tal des Alpenrheines vor dem Zufluss in den Bodensee den Hochwasserschutz zu verbessern. Die Abflussmengen in dem zwischen Dämmen gezwängten Fluss sollen erhöht werden, dies aber könnte womöglich negative Folgen für Wasserversorgungen entlang des Alpenrheines aber insbesondere am Bodensee selbst haben.

Die Befürchtungen der Wasserwerke sind nachvollziehbar: Mit höheren Wassermassen, die nach starken Niederschlägen in den Bodensee strömen erhöhen sich auch die Transportraten von Schmutzfrachten erheblich. Die Folge: Die Trübung des Bodensees nach Starkregen könnte neue Dimensionen erreichen. Die AWBR, die durch die Ergebnisse von „BodenseeOnline“ sehr detailliert über das Strömungs- und Schichtungsverhalten des Bodensees Bescheid weiß, ist jedenfalls besorgt und hat die Einbeziehung ihrer Belange bei den Planungen verlangt. Es gab auch Zusagen, dass fachliches Gehör gewährt werde – doch wie jüngst bekannt gewordene Pläne zeigen, offenbar eher alibimäßig. Jedenfalls wurde zuletzt öffentlich, dass die Fließgeschwindigkeiten im Bodensee gegenüber den ursprünglichen Plänen nochmals erhöht werden sollen, was Besorgnis der AWBR erst recht steigert. Im AWBR-Vorstand war man sich einig, dass etwa Städte wie Lindau oder Friedrichshafen noch gar nicht realisiert haben, was da eventuell auf sie zurollt. Man will jetzt dort bei der Kommunalpolitik für die Probleme sensibilisieren. Gleichzeitig erneuert die AWBR ihre Forderung, dass die Auswirklungen der Hochwasserschutzpläne auf die Trinkwasserqualität im Bodensee besser untersucht und abgeschätzt werden, ehe womöglich fatale Pläne ins Werk gesetzt werden.
17.08.2012 - Schiffahrt auf dem Bodensee - Nachlese
Nur mit einer nachhaltigen Vorsorgepolitik kann die Qualität des hiesigen Trinkwassers dauerhaft gesichert werden“, so Johann-Martin Rogg, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Wasserwerke Bodensee-Rhein (AWBR).
An aktuellen Themen mangelte es während der Tagung auf dem Bodensee am Freitag, 10. August nicht. Die Bandbreite der Themen war groß - sie reichte von der Bewertung der Wasserpreise über Spurenstoffe im Bodensee bis zur Frage, ob durch die unkonventionelle Erdgasförderung (Fachleute sprechen von „Fracking“) das Trinkwasser gefährdet ist.
Wasserversorgungsunternehmen betreiben, um die Qualität des Wassers zu sichern, vielfältige Maßnahmen: Sie führen Monitorings, Studien, Forschungsprojekte und Analysen durch, investieren in Anlagen und betreiben Aufklärungskampagnen, so AWBR-Präsident Rogg. Dies müsse berücksichtigt werden, wenn der deutsche Wasserpreis, der im Schnitt bei 1,83 Euro/m³ liegt, kritisiert würde. Die täglichen Kosten für einen Bürger betragen 20 Cent. Wer diese Summe für zu hoch halte, lasse die Vorsorgemaßnahmen der Wasserverorger außer Acht und vergleiche oftmals Äpfel mit Birnen, so Rogg. Freiwillige Maßnahmen wie z. B. in einen nachhaltigen Gewässerschutz oder eine intensive Beratung der Landwirtschaft etc. dürften nicht zum Nachteil für den Versorger werden, weil sie Kosten verursachen. Der Vertreter der Baden-Württembergischen Landesregierung, Umweltminister Franz Untersteller, teilte die Philosophie des AWBR. Lieber in den vorsorgenden Wasserschutz investieren, als am Ende reparieren zu müssen. Ob die EU-Wasserrahmenrichtlinie dazu beitragen kann, die europäischen Qualitätsunterschiede beim Wasser zu beheben, stellten Franz Untersteller wie Johann-Martin Rogg in Frage. Neben dem Klimawandel stellt auch die demografische Entwicklung die Wasserversorger vor neue Herausforderungen. Der Grund: Eine stetig älter werdende Bevölkerung konsumiert mehr Medikamente, deren Überbleibsel Spuren im Wasser hinterlassen könnten. Professor Dr. Heinz-Jürgen Brauch vom Technologiezentrum Wasser (TZW) in Karlsruhe plädierte deshalb dafür, dass bereits bei der Zulassung von neuen Stoffen das Umweltverhalten mit untersucht werden sollte.
Darüber dass „Fracking“ viele Risiken birgt, waren sich alle Beteiligten einig: Was in den USA als „Energiewende“ propagiert wird, brigt hohe Umweltrisiken, insbesondere für das Wasser. Auch die Entsorgung der Fracking-Lösung ist noch nicht geklärt. („Fracken“ bedeutet Aufbrechen der Schichten mit einer Flüssigkeit, um Erdgas zu gewinnen.)
Die Tagung auf dem Bodensee war trinational besetzt: Aus Frankreich, der Schweiz und Deutschland kamen rund 70 Wasserexperten zur Konferenz auf dem Bodensee.

Die von der AWBR veranstaltete Pressefahrt fand ein großes Echo, das sie hier auszugsweise nachlesen können:
- Umweltministerium Baden-Württemberg(10.08.2012)
- IBN (13.08.2012)
- Badische Zeitung (14.08.2012)
- Badenova Aktuel (15.08.2012)
- Reutlinger Generalanzeiger(15.08.2012)
- Mittelbadische Presse (16.08.2012)
- Südkurier (22.08.2012)
- Südkurier (12.08.2012)
- Schwäbische Zeitung (27.08.2012)
- Weitere Pressemeldungen
Die Presseschau wird noch weiter ergänzt!
10.08.2012 - Schifffahrt auf dem Bodensee
Am 10. August 2012 lädt die AWBR wieder zu einer Pressefahrt diesmal auf dem Bodensee ein. Um 13 Uhr legt die „MF Euregia“ in Friedrichshafen ab. Für vier Stunden werden Politiker aus der Region, Wasserfachleute aus Unternehmen, Vertretern von staatlichen Institutionen und Umweltverbänden sowie Journalisten miteinander über aktuelle Themen der Wasserwirtschaft ins Gespräch kommen. Prominenter Gast aus der Politik wird der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller sein, der seine Teilnahme bereits zugesagt hat.
An Themen herrscht kein Mangel! Da ist zum einen der zunehmende Konflikt zwischen Energienachfrage und Wasserschutz: Geothermie mit Schäden in den Grundwassersystemen, neue Techniken zur Erschließung diffuser Erdgaslager („Fracking“) mit unkalkulierbaren Spätfolgen im Untergrund, Vormarsch von Energiepflanzen und damit neue Monokulturen und möglichen Auswirkungen aufs Grundwasser durch Düngung und Pflanzenschutzmittel. Auf der anderen Seite die Wasserpreisdiskussion mit Senkung der Wasserpreise. Dies gefährdet letztendlich den von den Wasserwerken betriebenen vorsorgenden Gewässerschutz und damit die Sicherheit unseres Trinkwassers.
22.06.2012 - AWBR-Mitgliederversammlung 2012
An der Mitgliederversammlung in Arbon (Schweiz) zog der Präsident Johann-Martin Rogg insgesamt eine positive Bilanz: Sowohl Bodensee wie auch Rhein seien in den vergangenen Jahren immer besser geworden - auch aufgrund der Aktivitäten der AWBR. Sorgen bereitet den Wasserwerken jedoch eine immer größere Zahl neuartiger Substanzen, die in Minimalkonzentrationen nachgewiesen werden. Kritik übte er an der geplanten Fortschreibung der EU-Wasserrahmenrichtlinie. Sowohl die Auswahl der 15 neuen Substanzen als auch der Umweltqualitätsnormen z. T. im messtechnisch nicht erfassbaren Picogramm-Bereich seien unrealistisch.
Der Festvortrag „Gallus und Arbon – abseits von Kanzel und Altar“ wurde von Hans Geisser aus Arbon gehalten.
Die Ergebnisse der chemischen und mikrobiologischen AWBR-Untersuchungen wurden von Heinz-Jürgen Brauch (TZW) vorgestellt. Sie belegen die durchweg gute Beschaffenheit der Oberflächengewässer. Dass diese jedoch noch immer gefährdet sind zeigt u. a. der Fall des KKW Leibstadt im Juni 2011. Derartigen Risiken widmet sich u. a. der Forschungsverbund „Präventives Risikomanagement in der Trinkwasserversorgung“ (PRiMaT). Aus dem Forschungsprojekt KLIMBO liegen erste Ergebnisse vor.
Nach sieben Jahren wechselt die Präsidentschaft der AWBR zu Kurt Rüegg (Luzern), die Vizepräsidentschaft übernimmt Klaus Steiner (Lindau). Hans Mehlhorn (Stuttgart) wurde zum Ehrenpräsidenten und Jean-Pierre Losser (Guebwiller) zum Ehrenmitglied ernannt.
Die nächste Mitgliederversammlung der AWBR wird am 21. Juni 2013 in Freiburg stattfinden.
Weiteres kann dem Bericht zur Mitgliederversammlung entnommen werden.
die Pressemitteilung ist hier einsehbar.
15.05.2012 - Newsletter 2012 erschienen
Der AWBR-Newsletter 2012 ist erschienen und den Mitgliedern zugesandt worden. Er informiert über folgende Themen in der AWBR :
• Freunde in Dornbirn
• Mitglieder in Arbon
• Minister auf Bodensee
• Kritik in der Presse
• Aktive aus dem Amt
Den aktuellen Newsletter der AWBR können Sie hier einsehen.
16.03.2012 - AWBR-Kolloquium 2012
Das AWBR-Fachkolloquium findet am 16. März 2012 am TZW in Karlsruhe statt. Thema sind "Nanopartikel und Viren". Das Programm können nach dessen Erscheinen Sie hier einsehen.
Das Kolloquium richtet sich ausschließlich an Menschen aus dem Wasserfach; eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich.
22.02.2012 - Giftmülldeponie Stocamine: Gefahr für das Grundwasser im Oberrheingraben
„Stocamine – Die angekündigte Grundwasservergiftung im Elsass am Oberrhein“ titelt die Zeitschrift „natur und mensch“ einen Artikel, der im Juni 2011 erschienen ist. Seit September 2010 warnt die französische Bergbaubehörde, dass aus der Giftmülldeponie Stocamine in 100 bis 150 Jahren Giftstoffe in Grundwasser des Oberrheines gelangen können.
Die AWBR verfolgt dieses Thema bereits seit Herbst 2010. Da zur Klärung des Sachverhalts bereits eine Expertenkommission, die auch mit deutschen Mitgliedern besetzt war, einberufen wurde hat die AWBR bisher abgewartet, wie die Ergebnisse der Studie ausfallen würden.
Die AWBR hat im August 2000 die Mine besucht. Die Einlagerung wurde nach dem damaligen Kenntnisstand als unkritisch angesehen, da auch die Schwachstellen erkannt waren und nach Aussagen des Betreibers überwacht werden sollten.
Im September 2002 kam es zu einem Brand in der Mine. Zwei Monate brannten die quecksilber-, asbest- und zyanidhaltigen Abfälle. Viel passiert ist seit der Zeit nicht. Erst im Sommer 2010 kam dann die Warnung der Bergbaubehörde vor einer möglichen Gefährdung des Grundwassers und es kam Bewegung in die Sache. Der Untersuchungsbericht liegt jetzt mittlerweile auch in der deutschen Übersetzung vor.
Da nun eine Sanierung bzw. Sicherung des Giftmülls satt finden muss, wird die AWBR sich an der Diskussion über diesen Prozess beteiligen. Denn es gilt nicht nur zu verhindern, dass das Grundwasser verunreinigt wird, sondern auch sicher zustellen, dass Wasser, das aus der Mine gepumpt wird, nicht in die Gewässer und damit in den Rhein gelangen können.
Im Mitgliederbereich finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema.

31.01.2012 - Ausbau des Hochwasserschutzes am Alpenrhein
Gefährdet der geplante Hochwasserschutz am Alpenrhein das Grundwasser der anliegenden Wasserversorger oder wird das Wasserwerk in Konstanz bei Hochwasser zukünftig überschwemmt?
Diese Fragen und noch weitere versucht die AWBR zur Zeit im Zuge des Ausbaus des Hochwasserschutzes mit der Internationalen Rhein Regulierung (IRR) zu klären.
Die geplante Alpenrheinregulierung von der Einmündung der Ill bis zur Mündung in den Bodensee (Flussstrecke von km 65 bis km 91) steht an. Hier plant die Internationale Rhein Regulierung eine Abflusserhöhung von bisher 3100 m³/s auf 4300 m³/s. Welche Auswirkungen Starkregenereignisse auf den Bodensee haben, konnte bereits bei den großen Umwettern im August 2005 in der Schweiz festgestellt werden. Mit Messungen im Bodensee und den Modellrechnungen des Bodensee-Online Rechenmodells konnten die Verläufe und die Folgen für die Wasserwerke am Bodensee nachgewiesen werden. Die AWBR sieht durch die Abflusserhöhung des Alpenrheins eine akute Gefährdung der Wasserwerke am Bodensee. Im Juni 2010 fand ein erstes Treffen mit der Neubauleitung in Lustenau, Schweiz statt. Die Anliegen der AWBR konnten dort vorgebracht werden. Nicht nur die Gefährdung der Wasserwerke am Bodensee wurden thematisiert, sondern auch die Anliegen der Grundwasserwerke am Alpenrhein, die von den Veränderungen immer direkt und am stärksten betroffen sein werden. Das Wasserwerk Lindau ist durch seine Lage an der Rheinvorstreckung direkt in ein Arbeitsgruppe des IRR eingebunden. Gemeinsam mit den Stadtwerken Lindau werden wir uns bei den verschiedenen Lösungen einbringen. Es wurde sich auf einen regelmäßigen Informationsaustausch verständigt.
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