Saubere Gewässer.
Reines Trinkwasser.

Aktuelles

Dezember 2019

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Presseinformation der Koalition des Europäischen Fließgewässer-Memorandums

Europäische Koalition von Trinkwasserversorgern fordert Erhalt der Wasserrahmenrichtlinie und eine Intensivierung der Maßnahmen zum Trinkwasserschutz

Die Koalition fordert die uneingeschränkte Fortführung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie und eine Konkretisierung hinsichtlich der Kriterien zum Schutz der Trinkwasserressourcen.

Ziel muss die Aufrechterhaltung und Stärkung eines vorsorgenden Gewässerschutzes sein, damit weiterhin mit naturnahen und nachhaltigen Aufbereitungsverfahren Trinkwasser bereitgestellt werden kann.

Die Koalition vertritt die Bedürfnisse nach sauberem Trinkwasser von 188 Millionen Einwohnern aus 18 Ländern Europas, die in den Einzugsgebieten von Rhein, Donau, Elbe, Maas und Schelde leben.

pdf Presseinformation der Koalition des Europäischen Fließgewässer-Memorandums (02.12.2019) (117,3 KB)

pdf Stellungnahme der Internationalen ERM-Koalition zum Fitness-Check der EU-Wasserrahmenrichtlinie und der dazugehörigen Richtlinien (294,5 KB)

November 2019

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Die Lebensgrundlage Wasser sichern

Vorstand der AWBR stellt Weichen für die Zukunft

Wie können wir es erreichen, dass der Gewässerschutz für die Trinkwasserversorgung jetzt und in Zukunft ganz oben auf der politischen Agenda verankert ist? Bei der Sitzung des Vorstands der Arbeitsgemeinschaft Wasserwerke Bodensee-Rhein (AWBR) am 7. November in Karlsruhe stand diese Frage im Mittelpunkt.
Außerdem wurden der Strategieprozess für die kommenden Jahre abgeschlossen und aktuelle Herausforderungen für die Wasserversorgung aus dem Bodensee diskutiert.
Der AWBR-Vorstand war sich zudem einig, die Forderung nach quantitativen Reduktionszielen für Mikroverunreinigungen im Rhein zu unterstützen.

pdf Presseinformation vom 20.11.2019 (75,9 KB)

November 2019

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AWBR Newsletter 2 erschienen

Ein neuer AWBR-Newsletter steht zum Lesen bereit. Kurz und prägnant informiert er über aktuelle Aktivitäten und Themen in der AWBR.

Präsidium, Vorstand und Koordinierungsstelle wünschen viel Spaß bei der Lektüre und nehmen gerne Anregungen entgegen.

pdf AWBR Newsletter 2 (11.11.2019) (83,7 KB)

November 2019

Umkehrosmose-Pilotanlage zur Elimination von Chlorothalonil-Rückständen
Umkehrosmose-Pilotanlage zur Elimination von Chlorothalonil-Rückständen

Wasserversorger verlangen Klarheit zu bewilligten Pestiziden

Die verbreitete Grundwasserbelastung durch Rückstände des Fungizids Chlorothalonil hat erneut aufgezeigt, dass das Schweizer Grund- und Trinkwasser nicht umfassend geschützt und überwacht ist. Damit die Schweizer Wasserversorger ihren Versorgungsauftrag erfüllen können, fordern sie deshalb vom Bund bisher unveröffentlichte Angaben zu zugelassenen Pestiziden.

Die AWBR hat deshalb Bundesrat Guy Parmelin und das Bundesamt für Landwirtschaft aufgefordert, eine detaillierte Stoffliste zu veröffentlichen und zu den immer noch unerfüllten Forderungen (sofortiges Chlorothalonil-Verbot, Kompensation von Sanierungs- und Aufbereitungsmassnahmen, Verschärfung des Pestizid-Zulassungsverfahrens) der Trinkwasserversorger Stellung zu nehmen.

pdf Medienmitteilung: Wasserversorger verlangen Klarheit zu bewilligten Pestiziden (529,3 KB)

pdf Antrag auf Publikation einer Pflanzenschutzmittel-Stoffliste zur Optimierung der Grund- und Trinkwasserüberwachung in der Schweiz (152,0 KB)

September 2019

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AWBR fordert besseren Schutz von Grund- und Trinkwasser vor Pestizid-Metaboliten

Aufgrund einer neuen Risikobewertung der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) und der Überprüfung des Schweizer Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) haben sich für sechs (von 20 bekannten) Abbauprodukte (Metaboliten) des Pestizids Chlorothalonil Hinweise für eine Gesundheitsgefährdung ergeben. Chlorothalonil ist ein Wirkstoff, der seit den 1970er Jahren als Fungizid gegen Pilzbefall im Getreide-, Kartoffel-, Gemüse- und Weinanbau eingesetzt wird. Metaboliten von Chlorothalonil können wegen ihrer vergleichsweise hohen Mobilität und Persistenz ins Grundwasser und somit auch ins Trinkwasser gelangen. Nach Ansicht des BLV sind Metaboliten wie Chlorothalonil-Sulfonsäure daher als relevant zu bewerten. Für Pestizid-Wirkstoffe und relevante Abbauprodukte (Metaboliten) gilt in Europa ein Grenz- bzw. Höchstwert von 0,1 µg/L im Grund- und Trinkwasser.

Untersuchungen auf Chlorothalonil-Metaboliten in der Schweiz haben ergeben, dass in Grund- und Trinkwasserproben im Schweizer Mittelland Überschreitungen des Höchstwerts von 0,1 µg/L von relevanten Metaboliten (z.B. Chlorothalonil-Sulfonsäure (R417888)) festgestellt wurden. Die betroffenen Wasserversorger sind daher gefordert, kurzfristig Maßnahmen zu ergreifen, um die Gehalte auf < 0,1 µg/L abzusenken. Konventionelle Aufbereitungsverfahren wie Oxidation oder Aktivkohle sind wenig wirksam. Andere Optionen werden derzeit geprüft.

In Deutschland, Frankreich und anderen Ländern ist bislang nur wenig über Probleme mit Chlorothalonil-Metaboliten bekannt, obwohl im AWBR-Gebiet langjährige Zeitreihen von Pestizid-Metaboliten in Grund- und Trinkwasser vorliegen. Überwiegend lagen die Befunde für Chlorothalonil-Metaboliten im Grund- und Trinkwasser < 0,1 µg/L und wurden daher als wenig auffällig eingeschätzt, zumal das Umweltbundesamt (UBA) in Berlin bislang Metaboliten von Chlorothalonil als nicht relevant bewertet und gesundheitliche Orientierungswerte (GOW) von jeweils 3,0 µg/L abgeleitet hatte. In der Empfehlungsliste für das Monitoring von Pflanzenschutz-Metaboliten in deutschen Grundwässern (Stand 25. April 2019) (www.umweltbundesamt.de) sind nur die beiden Chlorothalonil-Metaboliten M8 und M12 (R417888) enthalten, die von der EFSA als relevant zwischenbewertet wurden (EFSA 2018), da keine entlastenden metabolitenspezifischen Daten vorliegen.

AWBR, Wasserversorger und ihre Verbände sehen sich wieder einmal bestätigt, dass ihre Forderungen nach besserem Schutz der Roh- und Trinkwasserressourcen noch zu wenig bei Politik, Behörden und der Öffentlichkeit Beachtung finden. Vor allem die industrielle Landwirtschaft stellt mit dem großflächigen Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln (Nitrat!) eine besondere Gefährdung für Grund- und Trinkwasserressourcen dar, da das Gewässerschutzrecht keinen ausreichenden Schutz der Wasserschutz- und Einzugsgebiete von Trinkwasserfassungen ermöglicht.

Die AWBR fordert die zuständigen Behörden auf,

Juli 2019

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AWBR-Newsletter erschienen

Der AWBR-Newsletter wurde neu aufgelegt. Er soll kurz und prägnant über aktuelle Aktivitäten und Themen, die derzeit in der AWBR behandelt werden informieren und wird zukünftig in regelmäßigen Abständen erscheinen.

Weitergehende Informationen sind auf der Website der AWBR verfügbar; Sie brauchen nur den Links im Dokument zu folgen.

Präsidium und Vorstand wünschen viel Spaß bei der Lektüre und würden sich über eine Rückmeldung - gerne auch voller Ideen - freuen.

pdf AWBR-Newsletter 2019/01 (729,1 KB)

Juni 2019

Besiedelung des Seebodens mit Quagga-Muscheln
Mit Quagga-Muscheln besiedelter Seeboden

Zukunftsweisende Trinkwassergewinnung und -aufbereitung aus dem Bodensee

In den letzten Jahren haben sich die Rahmenbedingungen für die Trinkwassergewinnung und -aufbereitung am Bodensee stetig verändert. Beispielhaft zu nennen sind die unerwünschten Einträge von anthropogenen Spuren- und Nährstoffen, die Auswirkungen des Klimawandels auf das Wasserdargebot und die Wasserbeschaffenheit oder die Veränderungen innerhalb der aquatischen Lebensräume. Bereits mehrfach mussten die Wasserwerke diesen „Wandelprozessen“ durch entsprechende technische oder organisatorische Anpassungen Rechnung tragen. Auch zukünftig werden entsprechende Entwicklungen zu erwarten sein, die gesamtheitlicher Lösungsansätze und gemeinsamer Anstrengungen bedürfen.

Die massive Vermehrung und unerwartet schnelle Ausbreitung der Quagga-Muschel (Dreissena rostriformis) stellt nicht nur für das sensible Ökosystem Bodensee eine neue Herausforderung dar, auch Hafenbetreiber, Schifffahrtsbetriebe oder die Wasserversorgungsunternehmen sind hiervon betroffen. Da die Quagga-Muschel sich gut an die Bedingungen im Kaltwasser (T ≈ 5-6°C) und an große Wassertiefen von über 150 m anpassen kann, ist aufgrund der strömungsbedingten Ausbreitung der Muschellarven (40 µm < Durchmesser < 300 µm) von einer massen- und dauerhaften Besiedelung im Bodensee auszugehen. Bei einem Eintrag von Veligerlarven und einer Anhaftung von Muscheln an die wasserführenden Oberflächen der Entnahmesysteme oder nachgeschalteten Verfahrenskomponenten können hydraulische Beeinträchtigungen bzw. unerwünschte Folgen bei der Wassergewinnung und -aufbereitung nicht ausgeschlossen werden.

Im Rahmen einer gesamtheitlichen Betrachtungsweise gilt es daher, sich bereits heute auf die Herausforderungen von morgen vorzubereiten. Ziel der in der AWBR zusammengeschlossenen Seewasserwerke ist es, auf den Prinzipien der Vorsorge, Nachhaltigkeit und Verhältnismäßigkeit den dringend erforderlichen Handlungs- und Optimierungsbedarf aufzuzeigen. Dazu gehört gleichermaßen die Entwicklung von angemessenen und praktikablen Anpassungsstrategien und Umsetzungsmöglichkeiten, die dem aktuellen Stand der Technik entsprechen.

pdf AWBR-Jahresbericht 2018 - Technischer Teil - Seite 71 ff. (1,2 MB)

Mai 2019

Stadtansicht Basel (Quelle: pixabay.com - Hans Braxmeier)
Stadtansicht Basel (Quelle: pixabay.com - Hans Braxmeier)

AWBR-Mitgliederversammlung in Basel

Die 51. Mitgliederversammlung der AWBR fand am 24. Mai 2019 auf Einladung der Industriellen Werke in Basel statt. Roman Wiget (Sprecher des Präsidiums) eröffnete und leitete die Versammlung. Nach den Grußworten von Dr. Martin Eschle, Mitglied der Geschäftsleitung IWB, referierte Dr. Martin Sandtner, Leiter Planungsamt Stadt Basel, in einem sehr interessanten Gastvortrag über „Dynamik auf engem Raum - Herausforderungen und Strategien der Stadtentwicklung in Basel“.

Neues Leitbild der AWBR: In neun Leitsätzen werden Selbstverständnis und Handlungsfelder der AWBR erläutert. Unter dem Ziel „Saubere Gewässer, reines Trinkwasser“ ist es Aufgabe der AWBR, die Trinkwasserressourcen ihrer Mitglieder bestmöglich zu schützen. [zum Leitbild]

Themen der Agenda waren die Berichte des Präsidiums und über das AWBR-Untersuchungsprogramm sowie die üblichen Formalien. Dr. Erich Mück wurde die Ehrenmitgliedschaft der AWBR verliehen und Hans Steiner als langjähriger Rechnungsprüfer verabschiedet. Marc Thieriot (SDEA Schiltigheim) übernimmt nach der Mitgliederversammlung die Rolle des Sprechers des AWBR-Präsidiums.

Die Mitgliederversammlung 2020 wird auf Einladung der Stadtwerke am 26. Juni 2020 in Karlsruhe abgehalten. Hierzu laden Präsidium und Vorstand jetzt schon ein.

Der an diesem Tag erschienene AWBR-Jahresbericht 2018 gibt einen Überblick über die Aktivitäten der AWBR und ihrer Gremien im vergangenen Jahr. Höhepunkt war die Festveranstaltung zum 50-jährigen Jubiläum der AWBR am 15. Juni 2018 in Konstanz, an der zahlreiche Repräsentanten und Vertreter aus Politik, Behörden und den Mitgliedswerken aus der Schweiz und Deutschland begrüßt werden konnten. Des Weiteren enthält der Jahresbericht Ergebnisse des Untersuchungsprogramms 2018 sowie aktuelle Beiträge zu technischen und wissenschaftlichen Fragestellungen aus den Mitgliedswerken.

pdf Pressemitteilung vom 24.05.2019 (253,2 KB)

März 2019

Der Rheinfall bei Neuhausen
Der Rheinfall bei Neuhausen

AWBR hat an der EU-Konsultation für den Fitness Check der Wasserrahmenrichtlinie teilgenommen

In Abstimmung mit der IAWR (Internationale Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke im Rheineinzugsgebiet) hat die AWBR im Rahmen der EU-Konsultation ihre Positionierung zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie bekräftigt und in Zukunft verstärkte Anstrengungen der EU-Kommission zur Nutzung der Wasserressourcen für die Trinkwassergewinnung gefordert. Ziel der AWBR und der Wasserwerke im Rheineinzugsgebiet (IAWR) ist eine Verbesserung der Gewässerqualität, die es erlaubt, lediglich mit naturnahen Verfahren Trinkwasser zu gewinnen. Hierfür müssen verschiedene Maßnahmen zur Stärkung der Vorsorge (Vorsorgeprinzip) und zur Minimierung/Vermeidung von Stoffeinträgen in die Wasserressourcen durch effektive Aufbereitungsverfahren an der Quelle umgesetzt werden. Besonders im Fokus stehen dabei Stoffe, die persistent (P), mobil (M) und toxisch (T) sind, sogenannte PMT-Stoffe, die für die Trinkwasserversorgung relevant sind.

Auf einem Treffen der Flussgebietsgemeinschaften von Rhein (AWBR, ARW, RIWA und IAWR), Ruhr (AWWR), Elbe (AWE) und Donau (IAWD) im März in Berlin wurden die gemeinsamen Ziele bestätigt und vereinbart, die Lobbyarbeit und Kommunikation zu Politik, Behörden, Medien und Öffentlichkeit zu verstärken und eine nachhaltige Wasserpolitik zur Sicherung der Trinkwasserressourcen in Europa einzufordern.

pdf IAWR-Positionspapier zur WRRL (Englisch,2 Seiten) (278,0 KB)

November 2018

Prioritäten und Handlungsbedarf
Prioritäten und Handlungsbedarf

Neue Strategie – AWBR will mehr Verantwortung für den Schutz der Trinkwasserressourcen übernehmen

Der Vorstand der AWBR hat auf seiner letzten Sitzung bei der SDEA in Schiltigheim/F die vom Präsidium erarbeitete Strategie genehmigt. Unter der Vision „Saubere Gewässer, Reines Trinkwasser“ wurden vier Handlungsfelder für die nächsten Jahre identifiziert.

Durch eine Reihe von Maßnahmen, gezielter Projekt- und verstärkter Zusammenarbeit mit Behörden, Verbänden, Industrie sowie Verbraucher- und Umweltorganisationen soll die neue Strategie umgesetzt werden, so der Sprecher des AWBR-Präsidiums Roman Wiget.

November 2018

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Prof. Dr. Matthias Maier, Leiter Geschäftsbereich Trinkwasser, Stadtwerke Karlsruhe

AWBR übernimmt die Präsidentschaft in der IAWR

Turnusgemäß übernimmt die AWBR ab 01.01.2019  für drei Jahre die Präsidentschaft in der IAWR. Prof. Dr. Matthias Maier, einer der drei Präsidenten der AWBR, wurde auf der letzten IAWR-Präsidiumssitzung in Köln zum IAWR-Präsidenten ernannt. „Dies ist eine herausfordernde Aufgabe sowohl für die AWBR als auch für mich persönlich, der ich mich mit vollem Einsatz stellen werde. Vor allem die politische Lobbyarbeit bei der EU und in Europa halte ich für sehr wichtig, um den vorsorgenden Gewässerschutz für eine sichere und nachhaltige Trinkwassergewinnung zu verbessern und einzufordern“. Die Geschäftsführung übernimmt Wolfgang Deinlein von den Stadtwerken Karlsruhe.

Juni 2018

Die drei Präsidenten der AWBR Matthias Maier aus Deutschland, Marc Thieriot aus Frankreich und Roman Wiget aus der Schweiz (v.l.n.r.), beim Festakt am 15. Juni 2018 in Konstanz
Die drei Präsidenten der AWBR Matthias Maier aus Deutschland, Marc Thieriot aus Frankreich und Roman Wiget aus der Schweiz (v.l.n.r.), beim Festakt am 15. Juni 2018 in Konstanz

50 Jahre Engagement für den Gewässerschutz

Die Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke Bodensee-Rhein setzt sich für eine naturnahe, sichere und wirtschaftliche Trinkwasserversorgung ein

Wasser ist ein lebenswichtiges Gut, das durch nichts ersetzt werden kann. Doch die Wasservorkommen sind durch zivilisatorische Einwirkungen gefährdet. Um sie als Basis für die Trinkwasserversorgung zu erhalten, waren und sind große Anstrengungen nötig. Die Arbeitsgemeinschaft Wasserwerke Bodensee-Rhein (AWBR) widmet sich mit ihren Experten und Untersuchungen seit 50 Jahren länderübergreifend dieser Aufgabe. Sie wurde im Juni 1968 hier in Konstanz von 18 Wasserwerken aus Süddeutschland und der Schweiz gegründet. Heute hat sie rund 60 Mitgliedsunternehmen aus fünf Ländern, die zusammen mehr als 10 Millionen Menschen mit Trinkwasser versorgen.

Hauptaufgaben der AWBR sind die Erhaltung der Wasserqualität von Oberflächengewässern und Grundwasservorräten sowie die Beseitigung von Gefahren für die öffentliche Wasserversorgung. Stets bearbeitet die AWBR dabei gemeinsam mit den Behörden aktuelle Fragestellungen und nimmt Stellung zu Normen und Gesetzesvorlagen - von der Gesetzgebung des Landes Baden-Württemberg bis hin zur EU-Gesetzgebung.

Ein wesentliches Merkmal der AWBR ist, dass sie sich nicht nur um Themen kümmert, sondern diese stets durch wissenschaftlich fundierte Untersuchungsprogramme begleitet. Ein hochkarätig besetzter wissenschaftlicher Beirat und fachlich versierte Arbeitsgruppen garantieren, dass sowohl die Forderungen als auch die Statements datenbasiert und vertrauenswürdig sind. Darüber hinaus hat die AWBR immer wieder eigene Forschungsprogramme durchgeführt und innovative Verfahren entwickelt, um Probleme zu lösen. Nach 50 Jahren kann die AWBR auf einen beispielhaften Datensatz zur Gewässergüte zurückgreifen, der die Beurteilung der Beschaffenheit in den Oberflächengewässern

Bodensee und Rhein, aber auch die Wasserqualität vieler weiterer Seen und Gewässer in ihrem länderübergreifenden Einzugsgebiet charakterisiert. Die Stellungnahmen, Pressemitteilungen und Veröffentlichungen der AWBR waren und sind für Mitgliedsunternehmen und Behördenvertreter wichtige Informationsquellen für alle Fragen des Gewässerschutzes.

Ausgewählte Pressereaktionen:

pdf Pressemeldung der AWBR anlässlich der Mitgliederversammlung am 15.06.2018 in Konstanz (23,2 KB)

Mai 2018

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Initiative für sauberes Trinkwasser (Schweiz)

Die Nationale Grundwasserbeobachtung (NAQUA) durch das Schweizer Bundesamt für Umwelt (BAFU) ergab 2013 an 22 % der Messstellen Befunde an PSM-Wirkstoffen und deren Abbauprodukten oberhalb 0,1 µg/L. In intensiv ackerbaulich genutzten Gebieten lag diese Rate bei bis zu 70 %.

Die daraufhin in der Schweiz entstandene eidgenössische „Initiative für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung (Trinkwasser-Initiative)“ konnte in kurzer Zeit die für eine Volksabstimmung über die Änderung der Bundesverfassung erforderlichen 100.000 Unterschriften sammeln. Kernforderungen sind die Streichung von Zahlungen an die Landwirtschaft bei Pestizideinsatz oder prophylaktischer Antibiotikaanwendung in der Tierhaltung.

Die AWBR verfolgt mit der Forderung nach gewässerschonender Landbewirtschaftung zum Schutz von Grund- und Oberflächengewässern vergleichbare Ziele. 

Daher hat sich die AWBR der „Allianz Pestizidreduktion“ angeschlossen und gemeinsam mit weiteren in der Schweiz aktiven Verbänden den Bundesrat zur Vorlage eines konstruktiven Gegenvorschlags aufgefordert. Dieser sollte die Kernanliegen der Trinkwasser-Initiative aufgreifen und zu substantiellen Verbesserungen für Grund- und Oberflächengewässer führen.

Wir werden HIER über den Fortgang berichten.

April 2018

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Hat vorsorgender Gewässerschutz im Rahmen der Freihandelsabkommen noch eine Zukunft?

Im Hinblick auf das aktuell zwischen EU und Japan vorgesehene weltweit größte bilaterale Handelsabkommen (~1/3 der Weltwirtschaftsleistung), welches dazu noch auf höchst intransparenter Vorgehensweise unter hohem Zeitdruck verhandelt wird, ist zu erkennen, dass viele unserer Ziele, die in europäischen Richtlinien verankert sind (z.B. Wasserrahmenrichtlinie Art. 7 Abs. 2 & 3, Art. 9), bei diesem Handelsabkommen nicht beachtet werden.

Ob die Auffassung der Europäischen Kommission in ihrer Mitteilung KOM(2007) 414 vom 18. Juli 2007, die ausdrücklich den Vorrang der öffentlichen Wasserversorgung vorsieht, dann noch gilt?

Für die Stadtwerke Karlsruhe hat Wolfgang Deinlein die 1.000 Seiten umfassende vorliegende Fassung durchgearbeitet. Insbesondere im Hinblick auf unsere Themen in der IAWR und deren Mutterverbände sind seine Ausführungen mehr als bemerkenswert und fordern zum schnellen handeln der Politik auf:

Die ausführliche Stellungnahme des IAWR-Geschäftsführers finden Sie auf den Seiten der IAWR im Menüpunkt Aktuelles.

März 2018

Vernehmlassung Gewässerschutzverordnung (CH)

Die AWBR fordert bei der Umsetzung der Gewässerschutzverordnung

pdf Vernehmlassung zur GSchV vom 12.03.2018 (CH) (128,6 KB)